Chronik

1970 bis 1983

1970 - Der Start
Es war die Idee zweier beherzter Dietldorfer Idealisten, die sich 1970 für den Gedanken begeistern ließen, in Dietldorf die alte Blasmusiktradition auf eine neue Basis zu stellen. Da war zunächst einmal Pfarrer Kiener, dem die Pflege der Musik am Herzen lag, und da war Hans Beer (Wagner, Kaufmann, Gemeindeschreiber, Chorleiter), Mitglied in der ehemaligen Dorfkapelle der sogenannten “Nastln” (Ernest Beer), denen in unserer Oberpfälzer Heimat bereits ein origineller Ruf als Hochzeits-, Kirwa-, Fest- oder Beerdigungskapelle vorauseilte.
Das Zerfallen dieser Gruppe motivierte Hans Beer, die Idee von Pfarrer Kiener auf zugreifen, um knapp 20 junge Leute zwischen 9 und 16 Jahren an die Blasmusik heranzuführen. Und so rückte an einem Sonntagvormittag nach dem Amt die Firma Winkelhöfer aus Regensburg mit Instrumenten an, die an die Buben verteilt wurden. Eine Vereinsgründung war nicht vorgesehen. Folgende Vorzeichen mögen für den Start interessant sei:

  • Instrumente (Trompeten, Klarinetten, Tenorhörner, Posaunen und eine Tuba)
  • Ort der Proben Jugendheim
  • Beiträge 1,00 DM je Musiker je Probe (es wurde sofort bezahlt)
  • Proben einmal wöchentlich

Noten selbst geschrieben; meist von Pfarrer Kiener; gewöhnlich 4-stimmige Sätze; alte Literatur aus der Zeit der “Nastln”.

Das erste Musizieren
Zunächst konzentrierte sich die Ausbildungsarbeit im alten Jugendheim auf die Kirchenmusik und auf einfache Märsche und Polkas, die Hans Beer auf das Anfängerniveau der Gruppe umschrieb. In Anlehnung an die 4-stimmigen Sätze der Kirchenmusik wurde zunächst die Baritonstimme nicht besetzt; auch ein Schlagzeug fehlte.
Nach der anfänglichen Ausbildungsarbeit war es möglich, bereits beim ersten Faschingszug in Dietldorf im Jahr 1972 oder auch an der Fronleichnamsprozession teilzunehmen. Beim Faschingszug spielte man noch auf dem Gummiwagen vom „Wastlbauern, weil man den Gleichschritt beim Marschieren noch nicht beherrschte. Ihre musikalische Visitenkarte gab die junge Gruppe auch bei folgenden Auftritten ab: bei einer Osterandacht und bei einer Maiandacht.


1972 - Ein harter Rückschlag
Tod des musikalischen Leiters ein neuer Ansatz. Vor eine schwierige Aufgabe wurde der junge Klangkörper gestellt, als am 7. Juni 1972 der musikalische Leiter, Hans Beer, mit 59 Jahren an einer heimtückischen Krankheit starb und die jungen Musiker verwaist zurückließ. Nach dessen Tod, sagte auf Drängen des Pfarrers Kiener der Leiter des Kirchenchors, Lehramtsstudent Adolf Weiß zu, vorübergehend die Kapellenleitung zu übernehmen. In Rücksprache mit den Eltern entwickelte sich eine Intensivierung der Ausbildung und eine Änderung des Ausbildungssystems.Johann Beer

Für die Ausbildung konnten folgende Musiker gewonnen werden:

  • Saxophon- und Klarinettenausbildung, Herr Haider
  • Tiefes Blech, Herr Kormann sen.
  • Hohes Blech, Herr Brandl
  • Schlagzeug, Herr Kormann jun.
  • Gesamtleitung, Herr Weiß
Die Proben werden in den alten Schulsaal verlegt, der nach der Schulreform leer stand. Interessant der Kassenstand: Ende 1972: 481,50 DM
Freitag, 15. Dezember


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Völlig unerwartet und
viel zu früh ist unser
Freund und Ehrendirigent
Adolf Weiß
am 08.07.2014 von uns gegangen.
Adi, du fehlst uns - unsere
Gedanken werden dich 
stets begleiten!